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Prisma
Participation Rather than Integration of Migrant Communities in Adult Learning


Programm
Erasmus+
Projektnummer
2018-1-DE02-KA204-005031
Leitaktion
Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch über bewährte Verfahren
Aktiontyp
Strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung
Themen
Zugang für benachteiligte Menschen | Interkulturelle/intergenerationelle Bildung und (lebenslanges) Lernen | Bürgerliches Engagement / verantwortungsbewusste Staatsbürgerschaft
Laufzeit
01-10-2018
31-03-2021
EU-Förderbetrag
EUR 50.500,00

Über das Projekt

Ziel des Prisma Projekts war es, vielversprechende Ansätze zur aktiven und strategischen Einbeziehung von Migrantengemeinschaften in Entscheidungsprozesse zur Programmplanung in Organisationen der Erwachsenenbildung zu diskutieren und auszutauschen. Dies geschah in Kooperation zwischen Partnerorganisationen und anderen Einrichtungen und Netzwerken, insbesondere Selbstorganisationen und Netzwerken von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten , die auf regionaler und nationaler Ebene in die Arbeit einbezogen wurden.

Ausgangspunkt war, dass viele Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Europa mit Migrantinnen und Migranten vor allem als „Begünstigte“ arbeiten, während eine tatsächliche Beteiligung an strategischen Entscheidungen und der Programmentwicklung häufig fehlt. Migrantinnen und Migranten werden in der Regel als Teilnehmende an Sprach-, staatsbürgerkundlichen oder beruflichen Bildungsangeboten gesehen, aber nur selten als Mitgestaltende und Wissensvermittelnde in Bereichen wie politischer und gesellschaftlicher Bildung. Prisma konzentrierte sich daher darauf, wie Migrantengemeinschaften in die mittel- und langfristige Entwicklung von Programmen der Erwachsenenbildung einbezogen werden können, mit der Einsicht, dass wirksame Teilhabe in der Bildung Mechanismen erfordert, die Lernenden eine Beteiligung an strategischen Entscheidungen ermöglichen.

Ziele

Ausgehend von einem gemeinsamen Verständnis der Chancen und Grenzen bei der strategischen Einbindung von Migrantengemeinschaften verfolgte das Projekt folgende Ziele:

  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Identifizierung von Good-Practice-Beispielen in der strategischen Beteiligung von Migrantengemeinschaften in Einrichtungen der Erwachsenenbildung.
  • Umsetzung dieser Kriterien in ein Good-Practice-Bewertungsraster und schließlich in ein Selbsteinschätzungsformular , das Einrichtungen der Erwachsenenbildung nutzen können, um:
    • den eigenen Grad der aktiven Beteiligung von Migrantinnen und Migranten in der Programmplanung zu überprüfen.
    • Selbstreflexion und Organisationsentwicklung im Hinblick auf die Einbeziehung von Migrantinnen und Migranten anzuregen.

Das übergeordnete Ziel bestand darin, praxisorientierte Instrumente zur Verfügung zu stellen, die Einrichtungen der Erwachsenenbildung dabei helfen, von „Migrantinnen und Migranten als Begünstigte“ zu „Migrantinnen und Migranten als Partner“ in Strategie- und Programmentwicklung überzugehen.

Aktivitäten

Auf der Grundlage der vereinbarten Kriterien haben die Partner:

  • ein Bewertungsraster und ein Selbsteinschätzungsformular entwickelt, die Einrichtungen der Erwachsenenbildung ermöglichen, ihren Ist-Stand der Einbeziehung von Migrantinnen und Migranten in die Programmplanung zu analysieren und Verbesserungsbedarf zu identifizieren.
  • das Raster und das Selbsteinschätzungsformular getestet in mehreren lokalen Organisationen und Projekten in jedem Partnerland und die Instrumente auf Basis von Rückmeldungen aus der Praxis weiter verfeinert.
  • die Instrumente als Download-Ressourcen auf der Projektwebseite, im EPALE-Ressourcenzentrum und in der Erasmus+-Projektergebnisdatenbank zur Verfügung gestellt und damit offenen Zugang und Übertragbarkeit sichergestellt.

Während der Projektlaufzeit trafen sich die Partnerorganisationen dreimal persönlich (in Deutschland, Litauen und Zypern) und hielten – aufgrund der Pandemie – die letzten beiden Projekttreffen virtuell ab. An diesen Treffen waren Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung aktiv beteiligt, um die Projektergebnisse zu diskutieren, zu validieren und weiter anzureichern. Zusätzliche Online-Austausche zwischen den Treffen stellten die kontinuierliche Zusammenarbeit und die Qualität der Partnerschaftsaktivitäten sicher und festigten PRISMA als praktische Referenz für die strategische Einbeziehung von Migrantengemeinschaften in die Planung der Erwachsenenbildung.

Projektpartner

  • Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. - 🇩🇪 Deutschland
  • Compass - Beratung, Begleitung und Training gemeinnützige GmbH - 🇦🇹 Österreich
  • Centre For Advancement of Research and Development in Educational Technology Ltd-Cardet - 🇨🇾 Zypern
  • Socialiniu Inovaciju Fondas - 🇱🇹 Litauen
  • Videnscenter for Integration - 🇩🇰 Dänemark
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalagentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationalagentur können dafür verantwortlich gemacht werden.