Migrants for Migrants
Using the buddy system to foster integration of asylum seekers in the society
Programm
Projektnummer
Leitfaden
Aktiontyp
Themen
Laufzeit
EU-Förderbetrag
Über das Projekt
Die M4M (Mentoring for Migrants) Initiative konzentriert sich auf die Integration neu angekommener Migrant:innen und Geflüchteter , die häufig mit Sprachbarrieren, ungewohnten sozialen Normen, Bildungsdefiziten und ungleichem Zugang zu städtischen Dienstleistungen konfrontiert sind. Diese Hürden können zu räumlicher Ausgrenzung, Unsicherheit, Marginalisierung und sogar Gewalt führen und in der Folge Isolation und fehlgeschlagene Integration nach sich ziehen. M4M reagiert darauf mit einem gemeinwesenbasierten Buddy-System , das Migrant:innen mit geschulten lokalen Mentor:innen verbindet, um ihre alltagspraktische Selbstständigkeit (öffentlicher Verkehr, Zugang zu Dienstleistungen, Behördenwege, digitale Vernetzung usw.) zu stärken und vertrauensvolle, stabile Beziehungen aufzubauen, die ihre Integration in die Aufnahmegesellschaft unterstützen.
Ziele
Das übergeordnete Ziel von M4M ist es, die Teilhabe und Einbindung von Geflüchteten und Migrant:innen in ihren Aufnahmegemeinden durch Mentoring zu fördern . Das Projekt stärkt die Selbstermächtigung von Migrant:innen und schafft Brücken zwischen Flüchtlingsorganisationen, Sozialdiensten, kommunalen Verwaltungen und freiwilligen Initiativen . Über das Buddy-System zielt M4M auf die persönliche, soziale und berufliche Weiterentwicklung: Migrant:innen bauen ein soziales Netzwerkauf, gewinnen Orientierung in der neuen Kultur und haben eine verlässliche Ansprechperson für Fragen und Hürden. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Kompetenzen von Fachkräften und freiwillig Engagierten bei der Konzeption, Durchführung und Verstetigung von Mentoring-Programmen, die sowohl Migrant:innen als auch der lokalen Gemeinschaft zugutekommen.
Aktivitäten
Entsprechend einer Methodik der sozialen Innovation (Erkundung, Entwicklung, Test, Evaluation und Verbreitung) führten die Partner zunächst einen Evidence Review zu den Rahmenbedingungen und bestehenden Angeboten für neu angekommene Migrant:innen in Portugal, Frankreich, Österreich, Griechenland, Italien und Rumänien durch und sammelten Good Practices. Auf dieser Grundlage wurden unter Beteiligung von Projektteams, Forschenden, Entscheidungsträger:innen, Sozialarbeiter:innen, Migrant:innen, Geflüchteten und Expert:innen aus Erfahrung mehrere Intellectual Outputs gemeinsam entwickelt. Dazu gehören: ein Evidence Review und Synthesebericht, ein Buddy System Service Model (Mentoring-Leitfaden, getestet mit rund 90 Teilnehmenden), ein Training Curriculum für Fachkräfte und Freiwillige (pilotiert mit 186 Teilnehmenden) sowie ein Guide on Integrated Services and social/multicultural dialogue, der Organisationen dabei unterstützt, die M4M-Tools in ihren Mentoring-Programmen zu nutzen. Alle Outputs wurden in Validierungsworkshops und Pilotdurchläufen getestet, auf Basis des Feedbacks der Teilnehmenden überarbeitet und anschließend über 10 Multiplikatorveranstaltungen (298 Teilnehmende) und 4 Kurzzeit-Trainings (74 Teilnehmende) auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene verbreitet, sodass das M4M-Modell und seine Ressourcen öffentlich zugänglich und übertragbar auf andere Kontexte sind.
Projektpartner
- Afeji - 🇫🇷 Frankreich
- Compass - Beratung, Begleitung und Training gemeinnützige GmbH - 🇦🇹 Österreich
- Aproximar - Cooperativa De Solidariedade Social, CRL - 🇵🇹 Portugal
- Asociatia Profesionala Neguvernamentala De Asistenta Sociala ASSOC - 🇷🇴 Rumänien
- Association Régionale du Travail Social Hauts de France (A.R.T.S) - 🇫🇷 Frankreich
- Kentro Merimnas Oikogeneias Kai Paidiou - 🇬🇷 Griechenland
- San Giuseppe Onlus - 🇮🇹 Italien